„Leeder un Vertellen to hoop“

Gepostet am

Plattdeutscher Abend am 17.11.2017 in Wattenbek vor 35 Gästen.

Plattdeutsche Musik und Geschichten können die Garantie für einen tollen Abend sein, wie er am Freitag Abend im Wattenbeker Schalthaus die Zuhörer begeisterte. Kay Kankowski und Harry Kretzschmar bewiesen auf Einladung der Wattenbeker Kulturkreises, dass plattdeutsche Musik auch abseits von Schunkelseligkeit und „Godewinds“ Weihnachtsroutine sehr, sehr gute Unterhaltung bieten kann. Natürlich fehlten auch plattdütsche Klassiker wie „Dat Du min Leevsten büst“ nicht im Programm und luden das Publikum zum Mitsingen ein.

Aber ganz besonders die niederdeutschen (was ist das eigentlich eine sprachlich abwertende Bezeichnung für den plattdeutschen Dialekt? ) Adaptionen von Künstlern wie Bob Dylan, Udo Lindenberg und Joan Osborne ließen das Publikum aufhorchen. Daneben gaben kurze Geschichten von Hein Hooop, einem schleswig- holsteinischen Autor und Aktionskünstler, dem Abend eine humoristische Note, ebenso wie die tradierten Geschichten aus dem Zentralarchiv der deutschen Volkserzählungen.

Kay Kankowski moderierte unterhaltsam und locker den Abend und absolvierte das Repertoire mit hör- und sichtbarem Spaß, während Harry Kretzschmar die Lieder mit exquisitem Bass- Einsatz veredelte. Rundum gelungen, so war das Fazit der Zuhörer oder auf Plattdütsch gesagt:

 „Allerbest“.

  

Beide sind sie begeisterte Anhänger von dem nordfriesischen Künstler und Dichter Hein Hoop:

Kay Kankowski und Marianne Ehlers, die im schleswig-holsteinischen Heimatbund für die niederdeutsche Sprache zuständig ist und eine stimmungsvolle Einführung in den Abend gab.

(Text: Torsten Föh, Fotos: Reiner Heyse)